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Praxisratgeber für Handwerksbetriebe · Stand: 14. Oktober 2026

Google-Unternehmensprofil für Handwerker: Schritt für Schritt einrichten

Google-Unternehmensprofil für Handwerksbetriebe einrichten: Konto, Anspruch, Bestätigung, Kategorie, Einzugsgebiet, Leistungen, Fotos und Bewertungen – Schritt für Schritt.

Von Mikail Günes, Pakun AI · veröffentlicht am 14. Oktober 2026

Kurz gesagt: Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos. Sie brauchen ein Google-Konto, suchen Ihren Betrieb oder legen ihn neu an und bestätigen ihn anschließend; welche Bestätigungsmethoden möglich sind, legt Google fest. Handwerksbetriebe, die beim Kunden arbeiten, geben ein Einzugsgebiet an und blenden ihre Adresse aus, wenn sie dort keine Kunden empfangen. Danach zählen korrekte, vollständige Angaben und echte Bewertungen.

Dieser Ratgeber führt durch die Ersteinrichtung. Wenn Ihr Profil schon steht, finden Sie die zehn wichtigsten Prüfpunkte im Ratgeber Google-Unternehmensprofil für SHK-Betriebe.

Was sollten Sie vor dem Start bereitlegen?

Die Einrichtung geht schneller, wenn die Angaben feststehen, bevor Sie das Formular öffnen. Legen Sie sich zurecht:

  • Google-Konto: Google verlangt ein Konto; es kann eine Gmail-Adresse oder Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse sein. Unsere Empfehlung: ein Konto des Betriebs, nicht das private Konto einer einzelnen Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters.
  • Firmenname: genau so, wie er auf Schild, Fahrzeug, Briefpapier und Rechnung steht.
  • Telefonnummer: eine Nummer, unter der tagsüber wirklich jemand abnimmt.
  • Einzugsgebiet: die Orte, Bezirke oder Postleitzahlen, in denen Sie tatsächlich arbeiten.
  • Öffnungszeiten, Leistungsliste, Website-Adresse und einige eigene Fotos von Arbeiten, Team und Fahrzeug.

Schritt 1: Betrieb finden oder neu anlegen

Melden Sie sich mit dem Google-Konto an und suchen Sie in der Google Suche nach Ihrem Firmennamen und Ihrer Stadt. Gibt es den Eintrag schon, etwa weil Google ihn aus öffentlichen Angaben erstellt hat, erheben Sie Anspruch darauf. Gibt es ihn nicht, legen Sie ihn über business.google.com neu an.

Wichtig ist eine Regel aus den Google-Richtlinien: pro Unternehmen nur ein Profil. Doppelte Einträge können dazu führen, dass Ihre Angaben in der Suche und in Google Maps falsch dargestellt werden.

Schritt 2: Name und Kategorie richtig wählen

Der Name im Profil muss dem echten Firmennamen entsprechen. Google verbietet Zusätze wie Leistungen, Orte, Öffnungszeiten, Telefonnummern oder Werbesprüche. „Elektro Muster“ ist zulässig, „Elektro Muster – Notdienst 24h Berlin-Neukölln“ nicht. Rechtsformzusätze wie „GmbH“ dürfen Sie nach den Richtlinien nur aufnehmen, wenn Sie belegen können, dass sie Teil des Namens sind, etwa durch Schilder oder Rechnungen.

Bei der Kategorie gilt: so wenige wie möglich. Die primäre Kategorie beschreibt Ihr Kerngeschäft. Tippen Sie Ihr Gewerk ein und wählen Sie den passendsten Vorschlag. Weitere Kategorien ergänzen Sie nur, wenn Sie diese Arbeiten regelmäßig anbieten.

Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet angeben

Die meisten Handwerksbetriebe arbeiten beim Kunden. Google nennt solche Betriebe „Unternehmen ohne festen Standort in einem Einzugsgebiet“. Sie legen das Profil für ihren Firmensitz an, geben ein Einzugsgebiet an und blenden die Adresse aus, wenn sie dort keine Kunden empfangen. Das Einzugsgebiet besteht aus Städten, Postleitzahlen oder Regionen, höchstens 20; Google empfiehlt, dass es nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort reicht.

Haben Sie eine Ausstellung oder ein Ladengeschäft, in dem während der Öffnungszeiten Personal vor Ort ist, gelten Sie als Hybridunternehmen und dürfen Adresse und Einzugsgebiet zusammen zeigen. Eine angezeigte Adresse braucht nach den Richtlinien eine dauerhafte Beschilderung. Virtuelle Büros und reine Postanschriften sind nicht zulässig.

Beispiel für Berlin – nur übernehmen, wenn es zutrifft: Ein Malerbetrieb mit Sitz in Neukölln trägt Neukölln, Kreuzberg, Treptow und Tempelhof als Einzugsgebiet ein, nicht „ganz Berlin und Brandenburg“.

Schritt 4: Den Betrieb bestätigen

Erst nach der Bestätigung können Sie Ihre Angaben verwalten und mit Kunden interagieren, zum Beispiel auf Rezensionen antworten. Welche Methoden Ihnen angeboten werden, ermittelt Google automatisch; Sie können sie nicht selbst auswählen. Möglich sind unter anderem:

  • Telefon oder SMS: Der Code kommt nur an, wenn Sie Anrufe oder SMS unter der geschäftlichen Nummer selbst entgegennehmen können, nicht über ein Sprachdialogsystem.
  • E-Mail: an die Adresse, die Google bei der Bestätigung anzeigt.
  • Video: Google empfiehlt die Bestätigung per Video, wenn sie angeboten wird.
  • Live-Videoanruf: nur zu Ihren Öffnungszeiten; Sie müssen Standort und Inhaberschaft belegen können.

In manchen Fällen verlangt Google mehrere Methoden. Planen Sie dafür Zeit ein und halten Sie Belege bereit, die zeigen, dass der Betrieb Ihnen gehört.

Schritt 5: Das Profil vervollständigen

  • Öffnungszeiten: Tragen Sie die üblichen Zeiten ein und pflegen Sie Feiertage und Betriebsurlaub als „spezielle Öffnungszeiten“. Tragen Sie nur Zeiten ein, in denen jemand erreichbar ist.
  • Leistungen: Google schlägt passende Leistungen vor; eigene können Sie ergänzen. Benennen Sie sie so, wie Kunden suchen, zum Beispiel „Badsanierung“ statt „Sanitärkomplettlösungen“.
  • Beschreibung: Was Sie machen, für wen und wo. Links und Rabattwerbung wie „50 % auf alles“ sind dort laut Richtlinie nicht erlaubt.
  • Website: Verlinken Sie die Seite, auf der Leistungen und Einsatzgebiet stehen.
  • Fotos: JPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 × 720 Pixel. Echte Arbeiten, Fahrzeug und Team sagen mehr als Bilder aus Fotodatenbanken. Fotos aus Kundenwohnungen nur mit Einverständnis.

Achten Sie darauf, dass Name, Adresse bzw. Einzugsgebiet, Telefonnummer und Öffnungszeiten auf Profil, Website und in Branchenverzeichnissen übereinstimmen.

Schritt 6: Rechtlich sauber um Bewertungen bitten

Google erlaubt ausdrücklich, Kunden um Bewertungen zu bitten, und stellt dafür einen Link und einen QR-Code bereit. Verboten sind nach den Google-Richtlinien Anreize wie Rabatte oder Geschenke, das gezielte Ansprechen nur zufriedener Kunden und Bewertungen von Angehörigen oder Mitarbeitenden. Gefälschte Bewertungen sind gegenüber Verbrauchern außerdem nach Nr. 23c im Anhang zum UWG stets unzulässig. Ein fairer Weg: Alle Kunden erhalten nach Abschluss des Auftrags denselben Link mit einer kurzen Bitte.

Schritt 7: Das Profil lebendig halten

Ein Profil ist keine einmalige Sache. Laut Google beruhen lokale Ergebnisse vor allem auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; vollständige und korrekte Angaben erhöhen die Wahrscheinlichkeit, angezeigt zu werden. Ein besseres Ranking lässt sich nach Google-Angaben nicht kaufen. Was Sie selbst tun können:

  • Öffnungszeiten vor Feiertagen und Urlaub aktualisieren.
  • Auf Bewertungen sachlich antworten, ohne Kundendaten preiszugeben.
  • Neue Fotos von abgeschlossenen Arbeiten ergänzen.
  • Einmal im Monat in die Profilstatistik schauen, etwa wie oft über das Profil angerufen oder die Website aufgerufen wurde.

Checkliste zur Einrichtung

SchrittPrüffrageErledigt
KontoProfil liegt in einem Konto des Betriebs?☐
NameGenau wie auf Schild und Rechnung, ohne Zusätze?☐
KategoriePrimäre Kategorie passt zum Kerngeschäft?☐
EinzugsgebietHöchstens 20 echte Einsatzorte, Adresse ausgeblendet, falls keine Kunden kommen?☐
BestätigungProfil bestätigt?☐
ZeitenÖffnungszeiten und Feiertage gepflegt?☐
LeistungenIn Kundensprache eingetragen?☐
FotosEigene Bilder, mit Einverständnis der Kunden?☐
BewertungenAllen Kunden derselbe Link, ohne Gegenleistung?☐

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein. Google bietet das Unternehmensprofil kostenlos an. Kosten entstehen nur, wenn Sie Hilfe bei der Einrichtung oder Pflege einkaufen.

Kann ich ein Profil ohne Ladengeschäft anlegen?

Ja. Betriebe, die beim Kunden arbeiten, legen ein Profil für ihren Firmensitz an, geben ein Einzugsgebiet an und blenden die Adresse aus, wenn dort keine Kunden empfangen werden.

Warum kann ich die Bestätigungsmethode nicht selbst wählen?

Google ermittelt die möglichen Methoden automatisch, unter anderem nach Unternehmenstyp, Region und Öffnungszeiten. Wenn keine Methode funktioniert, hilft der Google-Support weiter.

Darf ich für jeden Bezirk ein eigenes Profil anlegen?

Nein. Google erlaubt pro Unternehmen und Standort nur ein Profil. Mehrere Einsatzorte tragen Sie als Einzugsgebiet ein.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Angaben von Google, Microsoft und anderen Anbietern können sich ändern; maßgeblich sind die verlinkten Quellen in ihrer aktuellen Fassung.

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Quellen